Ziele und Methoden
In vielen Gesprächen und Telefonaten mit Besuchern und zukünftigen Gästen wurde uns regelmäßig
die Frage nach der Wirksamkeit der angebotenen Hochseilgartentrainings gestellt.
Aufgrund des Informationsmangels in der Fachliteratur konnten wir die Gesprächspartner nur auf
unser Gästebuch verweisen, da dort ehemalige Besucher ihre Erfahrungen und Emotionen facettenreich
beschreiben. Diese Beschreibungen können als informativer Zugang für Interessierte genutzt werden.
Das Gästebuch ist sozusagen eine Plattform für den Austausch von "Gast zu Gast".
Leider fehlte aber bis zum Frühjahr 2008 eine wissenschaftliche Analyse von Veranstaltungen in
Hochseilgärten und dies bedeutete für Gäste und Trainer eine Ungewissheit über die Wirkungen des
Trainings in der Höhe. Diesen Zustand konnten und wollten wir nicht länger dulden und haben aus
diesem Grund im Sommer des letzten Jahres zwei eigene Studien im laufenden Betrieb am Hochseilcamp
durchgeführt.
Ziel war es dabei, die Teilnehmer nur kurz zu unterbrechen und ganz natürliche und unverfälschte
Situationen zu betrachten. Wir haben daher originäre Termine analysiert und "echte Gäste" befragt.
Damit gab es zu keinem Zeitpunkt eine künstliche Laborsituation wie sie in Experimenten vorkommen.
Darüber hinaus wurden die Teilnehmer über die genauen Ziele der Befragung nicht informiert, um so
eine Manipulation oder Verzerrung durch Mutmaßungen auszuschließen.
Gleichzeitig wollten wir eine hohe Aussagekraft unserer beiden Studien durch repräsentative Zahlen
erreichen, da es im deutschsprachigen Raum Untersuchungen dieser Art überhaupt noch nicht gibt.
Durch die Mithilfe von insgesamt 672 Teilnehmern ist auch dieses Ziel erreicht worden.
Als Erhebungsmethode verwendeten wir eine querschnittliche Befragung mit Hilfe von Papierfragebögen.
Der Begriff Fragebogen dient als "Bezeichnung für eine nach den Regeln der Testkonstruktion erstellte
Liste von Feststellungen (Statements), die je nach Grad der Zustimmung mit vorgegebenen
Alternativentscheidungen beantwortet werden müssen" (Drever/ Fröhlich, 1968, S. 86).
Die Stichprobengröße von N=672 addiert sich dabei zu gleichen Teilen aus der inter- und der
intrapersonellen Befragung, die jeweils aus einer Vorher- und einer Nachher-Gruppe bestehen.
Befragt haben wir ausschließlich Teilnehmer so genannter Classic-Trainings im Alter
von 13 bis 65 Jahren. Dies gewährleistet die Vergleichbarkeit der Studien und ermöglicht es, in
der Auswertung eine Parallelisierung beider Stichproben anhand bestimmter demographischer Variablen
vorzunehmen (Beruf, Alter, Geschlecht). Insgesamt lässt sich die Arbeit in die psychologische
Sozialpsychologie einordnen und umfasst 426 Seiten.
Betrachtet man die Ziele und Methoden, kann man drei Dimensionen identifizieren, die in den Studien
zu berücksichtigen sind: Die Bedürfnisse der Besucher, der Bedarf der Trainer und das Defizit in
Wissenschaft und Fachliteratur. In unseren Untersuchungen ist es gelungen diesen drei Dimensionen
gerecht zu werden. Wir haben die Aktivitäten in Aschheim analysiert und ihre Effekte gemessen. Damit...
... haben Sie als Besucher durch unsere Forschungsergebnisse die Möglichkeit sich zu vergewissern,
welche Wirkungen erwartet werden können und wie darauf gezielt hingewirkt werden kann. Ein Besuch im
Hochseilcamp und die Mitarbeit im Training zahlen sich also mit Bestimmtheit aus!
... haben unsere Trainer die Gewissheit, auf welche Ziele hingearbeitet werden kann und
können Besucher und zukünftige Gäste optimal informieren und beraten.
... haben die pädagogische und psychologische Wissenschaft nun erstmalig Resultate
und Datensätze aus der Praxis zur Verfügung, die vor allem als Grundlage für weitere Forschungen
genutzt werden können.
Einführung
Ergebnisse und Konsequenzen
Literaturempfehlungen
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